[Kurz-Rezension] Dorothy Cannell - Die dünne Frau





Preis: 13,00 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimi
Verlag: ariadne Verlag
Seitenanzahl: 320 Seiten
ISBN: 978-3-88619-516-9
Veröffentlichung: 1992
Bildquelle: Amazon







Ellie Simons ist Innenarchitektin, voller Selbstzweifel, humorvoll und übergewichtig. Um nicht allein auf das von ihrem schrulligen Onkel einberufene Familientreffen zu müssen, mietet sie sich Mr. Bentley Haskell als männlichen Begleiter. Leider gibt das ein veritables Fiasko, doch bald darauf erhält Ellie die Chance, ein Vermögen zu erben – sofern sie einige ziemlich haarsträubende Bedingungen erfüllt …
Die dünne Frau ist ein ebenso spannender wie komischer Roman über Tagträume und Gewichtsprobleme, der jede Leserin erfreuen wird – besonders wenn sie an vergrabene Schätze glaubt und die Anziehungskraft einer Schachtel Pralinen kennt!

Quelle: ariadne Verlag



Diesem Buch gab ich 2 Chancen, denn nachdem ich es das erste Mal weg legte, da mich die Geschichte mehr ärgerte, als unterhielt, gab ich mir einen Ruck und las noch weitere 100 Seiten, aber auch die brachten mir nicht den erwünschten Lesespaß, weshalb ich das Buch endgültig abbrach.

Die Geschichte an sich ist schon sehr schräg, aber auch durch aus unterhaltsam. Anstrengend wurde es für mich erst als ich bemerkte wie oft auf Ellie´s Übergewicht und ihre Heißhungerattacken hingewiesen wurde. Besonders ärgerlich war dabei der Umstand, das sie sich selbst gerne anders sehen wollte, aber irgendwie auch nix dafür tun wollte. Allgemein war Ellie für mich ein schwieriger Charakter, der zum Teil sehr naiv und gerade zu dumm wirkte und an anderer Stelle mit seinem WIssen über Innenarchitektur glänzte. Auch ihr Begleiter Bentley Haskell war mir nicht geheuer, da er sich für etwas besseres hielt, aber sehr durchschnittlich wirkte.

Nachdem ich dann zum wiederholten Male auf ihr Gewicht, ihr Aussehen und ihren Heißhunger hingewiesen wurde, erreichte die Geschichte endlich ihren Höhepunkt, in dem ihr Onkel im Testament verlauten ließ, das Ellie abnehmen müsse um ihr Erbe antreten zu können. Ansporn oder verspotten, das war hier die Frage und die Antwort durfte man sich selbst denken. 

Die Zeit in welcher die Geschichte spielt ist stellenweise nur zu erahnen, da man immer nur kleine Hinweise darauf erhält. Ich konnte sie nicht einordnen, da ich geschichtlich wirklich eine Niete bin.

Der Schreibstil war eigentlich sehr angenehm und konnte mit hervorragenden Beschreibungen punkten. Trotzdem konnte ich mich in dieser Welt nicht verlieren, was wohl auch daran lag, das die Protagonisten nicht mein Fall waren. 

Da ich noch nie die Anziehungskraft zu einer Pralinenschachtel spüren konnte, schaffte ich es wohl auch nicht diesen Krimi lieb zu gewinnen. 


Ja, dieses Buch ist schon älter und das sieht man auch. Der schwarze Untergrund wirkt gerade zu leblos, wobei die Schriftart des Buchtitels und des Autorennamen ebenfalls nicht gerade aus der Menge herausstechen. Da half auch die gelbe Farbe nicht. 


Ein Buch für Frauen, die sich selbst noch nicht so ganz gefunden haben. Teilweise unterhaltsam, teilweise fragwürdig.



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