[Rezension] Lilian Jackson Braun - Die Katze, die das Licht löschte





Preis: - €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimi/Tiere
Seitenanzahl: 221 Seiten
ISBN: 978-3404137114
Veröffentlichung: 28.11.1995
Verlag:  Bastei Lübbe/ Amazon






Eigentlich hatte sich der sympathische Journalist Jim Qwilleran vom Daily Fluxion unter dem Städtchen Junktown eine Art Opiumhöhle vorgestellt. Doch als er mit seinen beiden Gefährten, den cleveren Siamkatzen Koko und Yum Yum, dort eintrifft, wird er schnell eines besseren belehrt: Junktown erweist sich als Paradies für Antiquitätenhändler und wohlhabende Sammler alter Kostbarkeiten. Als einer der angesehendsten Bewohner des Städtchens bei einem mysteriösen Sturz ums Leben kommt, scheint Qwilleran der einzige zu sein, der nicht an einen Unfall glaubt. Wie gut, dass Koko stets auf seiner Seite steht und ihm in dieser Angelegenheit nicht zum ersten Mal die Augen öffnet.
Quelle: Amazon
Endlich kam ich wieder einmal dazu einen meiner geliebten Katzenkrimis zu lesen. Lange habe ich sie liegen lassen um andere Bücher vorzulassen, aber so ganz aus meinem Blickfeld habe ich sie nicht verloren. 

Diesmal war es für mich ein re-read, denn mit diesem Band wurde ich auf die Reihe aufmerksam. Schön war dabei auch, das ich mich nicht mehr an den Täter erinnern konnte und so das Buch noch einmal als ganzes genießen konnte. 

Die Geschichten rund um Jim Qwilleran und seine beiden Katzen Koko und Yum Yum, gehören mittlerweile mit zu meinen Lieblingsreihen, da sie interessante Fälle und noch interessantere Lösungen besitzen. 

Die diesmalige Geschichte führt uns nach Junktown wo sich etliche Antiquitätenhändler nieder gelassen haben und dort alles verkaufen was alt ist. Hierbei erfahren wir wie Leute ihr Leben in diesem Viertel meistern, welches der Stadt ein Dorn im Auge ist, da es einfach schon sehr verfallen ist. 

Durch eine Versteigerung erfahren wir dann auch vom Unfall eines Händlers, den Jim einfach nicht als Unfall abtun kann. Er fängt an zu ermitteln und kämpft sich dabei durch sämtliche Läden. Allerdings ist es schwer, da niemand so recht reden möchte. Eine verzwickte Lage, die ihn jedoch nur noch mehr anstachelt. 

Als Katzenbesitzerin ist es natürlich ein Vergnügen darüber zu lesen, wie sich die Tiere im schlagen und wie sie ihrem Besitzer helfen. Dabei bleibt stets offen ob es Zufälle sind oder ob die beiden Katzen tatsächlich gerissene und clevere Ermittler sind. 

Bei gerade einmal 221 Seiten darf man nicht lange fackeln, weshalb man sehr schnell auf den Punkt kommt, um sich auf den restlichen Seiten komplett auf die Lösung zu konzentrieren. Wer jetzt denkt, das man dafür auf Feinheiten verzichten muss, der irrt, denn im Buch erlebt man einen Fall wie auch in anderen Büchern. 

Der Schreibstil im Buch, ist locker, gewitzt aber auch mit spannenden Punkten versehen. Ich persönlich, fühle mich sehr wohl in ihnen, da das Komplettpaket einfach stimmt. 
Besonders faszinierend finde ich, das man trotz der geringen Seitenzahl etliche Details erlesen darf, die das ganze nur noch runder machen und das Kopfkino wie von selbst anspringt.


Dies ist erst der dritte Band von Jim Qwilleran und seinen Katzen und trotzdem hat man das Gefühl sofort in bekannte Gefilde zu kommen. 

Jim ist weiterhin ein sympathischer Charakter und das nicht nur weil er die 2 Katzen aus seinem beiden vorherigen Fällen adoptiert hat. Er ist freundlich und man merkt das ihm seine frühere Arbeit als Polizeireporter sehr fehlt, weshalb er sich in seine Fälle auch so verbeißt. 

Die beiden Siamkatzen werden stets wie wirkliche Tiere beschrieben und machen deswegen auch fast nur Sachen die Katzen eben tun. Sie sind neugierig, miauen wenn sie Hunger haben und fliegen als kämpfende Wollknäuel schon einmal durch die Luft. 

Diesmal lernen wir viele neue Charaktere kennen, die meist Antiquitätenhändler sind. Sie sind alle verschieden und ob sie sich wirklich alle mögen, bleibt eine offene Frage. Trotzdem sind sie zum Teil sehr spannende Personen, die Sachen verkaufen, mit denen zumindest ich meist nix anfangen konnte. Trotzdem war es schön ihren Zusammenhalt zu spüren wenn es um ihr Viertel geht, das sie über alles lieben und schätzen und das sie vor dem Abbruch bewahren wollen. 

Die paar schrulligen Personen im Buch geben der Geschichte ihren wahren Touch, da sie unterhalten, aber auch aufklären.


Tatsächlich habe ich im Regal ein eine andere Ausgabe stehen, als die oben gezeigte. Meine ist aus einer Weltbild-Edition und etwas moderner gestaltet. Da ich aber den Rest der Bücher in dieser Form habe, wie sie oben gezeigt wird, möchte ich auch gerne dabei bleiben.

Natürlich ist das Design nicht mehr das Neuste, aber es passt, da ich weiß welches Alter die Bücher bereits haben.

Die neuste Auflage der Bücher gibt es übrigens bei dotbooks, allerdings nur als E-Books.


Ein spannender Fall, in einem interessanten Milieu und mit vielversprechenden Charakteren. Was will man mehr? 


Bereits rezensierte Bücher der Autorin:

Kommentare:

  1. Ja, Lilian Jackson Brown möchte ich noch probieren.
    Ich habe einen Band von Rita Mae Browns Katzenkrimi Reihe, aber der konnte mich wenig überzeugen.

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    1. Ok, die Reihe habe ich z.B. noch nie gelesen .....

      Aber probier ruhig einmal diese Reihe, vielleicht sagt sie dir zu. :-) Die Bücher zu bekommen ist allerdings etwas schwieriger, da sie schon älter sind.

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