[Rezension] Walter Jury & Sarah Fine - Scan: Im Visier des Feindes





Preis: 9,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Jugendbuch/SciFi
Seitenanzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3-570-31180-6
Veröffentlichung: 11.12.2017
Verlag:  CBJ Verlag







Der 16-jährige Tate wird von seinem Vater gnadenlos gedrillt. Während seine Freunde noch in den Federn liegen, übt Tate Ju-Jutsu-Kicks und paukt anschließend Waffenkunde und Chinesisch. »Für die Familie« – so begründet sein Vater das seltsame Boot-Camp-Training. Tate aber hat längst die Nase voll und stiehlt aus dem Hochsicherheitsbüro seines Vaters einen vermeintlich harmlosen Scanner. Mit fatalen Konsequenzen. Plötzlich sind Tate und seine Freundin Christina auf der Flucht vor Aliens, die aussehen wie Menschen – und nichts weniger als das Schicksal der Erde hängt von ihnen ab…
Quelle: Random House


Aktuell springe ich von Genre zu Genre, da ich einfach diese Abwechslung brauche. 

Diesmal bin ich bei einem SciFi-Buch angekommen, das sich an Jugendliche ab den 14. Lebensjahr richtet und daher auch gerne von älteren Generationen gelesen werden darf.

Hier möchte ich mich ganz herzlich beim Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar überließen.

Konnte es mich überzeugen? Das erfahrt ihr jetzt.
Kaum war das Buch aufgeschlagen befanden wir uns schon in einem Ju-Jutsu-Wettkampf welchen Tate bestreiten musste. Dabei lernen wir ihn und seinen Kampfwille kennen, welchen er durch seinen Vater eingetrichtert bekommen hat. 

Der Anfang ist allgemein noch sehr ruhig und nimmt sich Zeit dafür, um den Leser die Charaktere kennen zu lernen und ein wenig Tate´s Leben zu beschreiben. Dies ist sehr angenehm, da ich weiß das es eine Buchreihe ist und für Action noch genug Seiten übrig bleiben. 

Wo dann allerdings die Action los ging, war sie auch komplett da und lies mich die Seiten nur so wegfliegen, da man einfach wissen wollte was noch alles passiert. 

Was mich dann doch etwas störte, waren die ständigen Liebesbekundungen zwischen Tate und Christina, da diese sehr schnell einfach nur nervten und oftmals sogar fehl am Platz waren. Die andauernde Beschreibung ihres Duftes oder wie sie den Männern um sich herum den Kopf verdrehte, waren mir da einfach zuviel und machten sie ehr unsympathisch als sympatisch.

Das was man allerdings über die Aliens erfuhr dann um so interessanter und hinterließ so einige "Ohhhhhh"-Momente. Was man nach der Beschreibung besonders fühlte war jedoch Angst und die Frage: "Sind sie bereits unter uns?". Das macht neugierig oder? 

Was das Buch auf jeden Fall konnte war schriftlich überzeugen, da es sehr leicht geschrieben wurde, man aber trotzdem sehr viel Wert auf Spannung und Überraschungen legte. Außer den dauerhaften Liebesbeschwörungen, konnte ich sprachlich nix am Buch aussetzen.


Was bei diesem Genre schwierig ist, ist etwas zu kreieren, was noch nicht da war. Trotzdem ist es den beiden Autoren genau dies gelungen. Sie führten mich in eine Welt, die lauter Neuentdeckungen für mich bereithielt.

Mit den Charakteren war es im ersten Teil der Reihe ein hüh und hott, da sie stetig wankten. Mal waren sie einen sympathisch und im nächsten Moment war man von ihnen genervt. 

Tate, war bei mir ebenfalls ein Wackelkandidat, da er zwar angenehm war, aber mit seiner Liebe zu Christina größtenteils so übertrieb, das man nur die Augen rollen lassen konnte. Für Fans von romantischen Büchern, wäre dies wohl ehr angenehm zu erlesen.
Schade empfand ich auch, das er sein jahrelanges Training sobald die Action begann nur wenig einsetzte. Hier ein wenig Chemie und da ein Trick, aber das wars. Ansonsten ist Tate voller Überraschungen, da man im Laufe des Buches erfährt, was sein Dad ihm alles gelehrt hat. 
Dies zeigt sich auch durch seine bereits sehr erwachsene Art, die im Verlauf der Geschichte immer weiter zu nimmt

Christina ist 2 Jahre älter als Tate, eine sehr gute Schülerin und wohl bildhübsch. Trotzdem konnte ich kaum Sympathien für sie wecken, da sie im Buch immer wie ein unbeholfenes Mädchen behandelt wird. Ihre Cleverness zeigt sich nur selten, jedoch umspielt sie mit ihrem Aussehen und ihrem Charme so einige Jungs. Tja, was soll man davon halten?

Die Charaktere die wir im Laufe der Geschichte kennen lernen sind wahnsinnig gut durchdacht und überzeugten mit ihrer Vielseitigkeit. Hier wird man auch als Leser oftmals auf die Probe gestellt wen man trauen kann und wer wirklich helfen will. Durch die guten Beschreibungen hat man zudem stets ein Bild der Figuren im Kopf.



Beim Cover hat man sich sehr viel Mühe gegeben und das sieht man auch. 

Tate und Christina wirken echt und doch wieder gezeichnet, was dem ganzen einen mysteriösen Touch gibt. 

Den Buchtitel kann man nur schwer übersehen. Die Namen der beiden Autoren fallen noch gerade so auf, da sie deutlich kleiner sind. 

Die Farben grün und blau beherrschen das Bild, ergeben aber ein tolles Gesamtpaket. Mir selbst, fehlte nur der Scanner im Bild, welcher im Buch das Objekt der Begierde ist. 

Aliens, Scanner und eigentümliche Familienclans, ein bunter Mix der es aber schafft eine spannende Geschichte aufzubauen. Allein die romantischen Anspielungen rund um Tate und Christina waren für meinen Geschmack zu viel.



Rezensionen anderer Blogger:

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die Verlinkung, das freut mich unglaublich :)

    In vielen Sachen kann ich zustimmen (,wie zum Beispiel in Sachen Liebesgeschichte), in manchen habe ich andere Meinungen. Das Cover spricht mich zum Beispiel nicht ganz an und die Handlung war manchmal für meinen Geschmack etwas unstrukturiert. Aber Geschmäcker sind definitiv unterschiedlich und das ist auch gut so!

    Wirst du auch den 2. Band lesen?

    Liebe Grüße
    Lydia

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