29 Januar 2017

[Rezension] Masa Rina - Erben der Elemente








" Erben der Elemente "

Autor:  Masa Rina
Preis: 7,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 246 Seiten
Veröffentlichung: 24.09.2016
Verlag: CreateSpace



Sam stammt aus einer englischen Adelsfamilie und wird nach den verqueren Sitten ihrer Mutter erzogen. Als sie heimlich mit Capoeira, einem brasilianischen Kampf-Tanz, beginnt lernt sie die Brasilianer Camel und Filipe kennen. Die ungezwungene Lebensweise der beiden steht im Gegensatz zu Sams zurückhaltender Art. Außerdem eröffnen sich immer mehr Fragen zu ihrer verstorbenen Großmutter. Was hatte sie mit den Erben der Elemente zu tun und was hat es mit ihrer Kette auf sich, deren Anhänger magisch glüht? >>Wenn der Tanz des Feuers, den Käfig sprengt, wird der flammende Fuchs, Hüter der Glut, Gefährte des Infernos, zur vollen Kraft gelangen<<

Quelle: Amazon



Was mich als erstes an dieses Buch fesselte war das Cover. Als ehemaliger Manga-Fan sprang mir dieses sofort ins Auge. Zudem mochte ich die Farben des Feuers welche sich leicht um das Gesicht züngeln. Das Buch selbst war dann doch etwas ernüchternd. Es ist zwar der erste Teil einer Serie, ließ mir jedoch viel zu viel offen.

Wir erleben die Geschichte meist aus der Sicht von Samantha "Sam" welche wie ein Puppe auf dem Anwesen ihrer Eltern lebt. Sie muss lange Kleider tragen welche mit Rüschen übersät sind und lernt sogar im Privatunterricht den Umgang mit Männern. Alles schön und gut, doch leider stammen diese Ansichten aus einem anderen Jahrhundert. Sam selbst ist ein neugieriges Mädchen das so gerne mehr machen würde, es aber nicht darf. Eines Tages, nach dem Ballettunterricht, findet sie einen Flyer für Capoeira und entschließt diese Sportart zu erlernen. Sie ahnt nicht das dies ihr Leben verändert und sie ein Geheimnis lüftet welches ihre Familie aber besonders ihre verstorbene Oma betrifft.

Sam als Charakter, fand ich wirklich toll und man bekommt sehr schnell Mitleid mit ihr. Sie ist immerhin 16 und muss ein Leben erdulden in dem sie wie ein kleines Kind behandelt wird. Denn ihre Mutter will es so. Doch sie merkt nicht das Sam neugierig ist und unbekanntes förmlich aufsaugt. Besonders witzig fand ich bei ihr die Situationen in dem sie das erste Mal Pizza und Döner isst, Sachen die für uns förmlich normal sind. Leider ist sie auf Grund ihres Elternhauses sehr naiv und leichtsinnig. Was soll sie auch tun, wenn sie es nicht anders kennt. Trotzdem empfand ich Sam als angenehmen Charakter. 

Weniger gut fand ich natürlich Sam´s Eltern, besonders ihre Mutter, welche Ansichten hat, die man in einem anderen Jahrhundert vermuten würde. Wer mir zwischendurch allerdings negativ auffiel war Eva, Sam´s einzige Freundin im Haus, welche zu gleich auch in der Küche arbeitet. Denn ich finde es sehr traurig wie schnell sie Sam im Stich lässt obwohl sie weiß wie sie lebt.

Die Capoeira-Gruppe ist sehr interessant, allerdings fand ich das die Workshops ehr an Orgien erinnerten als am fortbilden einer sehr schwierigen Sportart. 

Die Schreibweise war abwechslungsreich aber dann doch teilweise verwirrend. Denn ich konnte nicht sagen ob es im Buch mehrere Fehler gab oder diese auf Grund der Aussprache der Charaktere so geschrieben wurde. Denn bei ersteren fehlten öfter einmal Worte oder das Lehrzeichen als Trennung. 

Was ich sehr schade fand, war das es zu den Erben der Elemente so wenig Informationen gab. Wir erleben zwar den ein oder anderen Moment in dem darüber gesprochen wird. dürfen uns aber kurz danach gleich wieder auf Capoeira konzentrieren. Ein bisschen weniger von der Sportart hätte es ruhig sein dürfen, damit wir mehr über die Erben usw. erfahren können, da diese ja das Hauptthema sind. 

Für den ersten Band der Reihe war die Geschichte sehr angenehm aber auch sehr langwierig. Ich erhoffe mir für den 2. Band mehr über die Erben zu erfahren und weniger das Gefühl zu bekommen ein Buch über Sportstunden zu lesen.




 
 


[Rezension] Arthur Gordon Wolf - Kalliope








" Kalliope "

Autor:  Arthur Gordon Wolf
Preis: 2,99 €
Einband: E-Book
Genre: Mysterythriller
Seitenanzahl: 420 Seiten
Veröffentlichung: 06.09.2016
Verlag: Luzifer Verlag



Markus Reuther, ein Wuppertaler Krimi-Autor, hat Probleme mit seinem aktuellen Roman. Seine Protagonistin weigert sich plötzlich, mit ihm zu »sprechen«. Hilflos muss er mit ansehen, wie sie von einer Katastrophe in die nächste stolpert. Dabei hat er keine Ahnung, was als nächstes geschieht. Liegt es vielleicht daran, dass es niemanden gibt, der ihn zum Schreiben drängt? Würde die Kommunikation mit seinen fiktiven Charakteren besser laufen, wenn von außen ein wenig mehr Druck auf ihn ausgeübt würde? 
Dummerweise erzählt er einer Zufallsbekanntschaft in einem Klub von seinen Nöten. Von diesem Zeitpunkt an nimmt sein beschaulicher Alltag eine radikale Wendung. Es beginnt alles ganz harmlos. Reuther erhält mysteriöse Emails von einem Fan, der sich selbst nur als ›K‹ bezeichnet. »Schreibe immer! Tag und Nacht. Und fürchte den Zorn der Götter!« lautet die sich immer wiederholende Botschaft. Nur das Gefasel eines verrückten Lesers oder doch eine ernst zu nehmende Drohung? Für Reuther ist alles nur ein alberner Scherz. Seine selbsternannte Muse hat jedoch gerade erst damit begonnen, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Alle Freunde und Bekannten des Autors schweben plötzlich in tödlicher Gefahr.

Quelle: Luzifer Verlag


Krimis und Thriller, ich bin ihnen immer noch untergeben und verschlinge sie nahezu. Als ich erfuhr das ich dieses Buch lesen darf, freute ich mich um so mehr da es in einem meiner favorisierten Verläge erschien. Doch leider machte sich während des Lesens sehr schnell die Ernüchterung breit. Wieso erfahrt ihr jetzt.

Die Geschichte selbst ist schnell erzählt. Markus ist Krimi-Autor und hat Probleme sein neustes Werk fertig zu bekommen. Doch da meldet sich eine Person mit dem Namen "K" und drängt ihn zum schreiben, da ansonsten schlimme Dinge passieren. Es bleibt ihm also nix anderes übrig als mitzuspielen.

Die Geschichte selbst gibt leider nicht sehr viel her. Markus führt ein sehr einfaches Leben, welches auch wenig spannend ist. Was dagegen spannend ist, ist das wir Geschichten in einer Geschichte lesen können. Und diese sind tatsächlich interessanter als das Leben des Hauptcharakters.

Markus selbst ist ein "leider" sehr uninteressanter Charakter. Für mich war er förmlich langweilig. Dagegen sind die Charaktere um ihn herum um vieles spannender und ich wünschte mir mehr als einmal, lieber das Leben einer dieser Personen lesen zu dürfen. Egal ob Evie mit ihrer Öko-Mode oder Schotti, der als Reporter jeden Job annimmt. Die oder der ominöse "K" ist sehr interessant, aber auch fragwürdig. Denn es gibt immerhin erfolgreichere Autoren als Markus. 

Da ich nicht gerne spoiler kann ich nur sagen dass das Ende zwar überraschend ist, aber für mich, keinerlei Antwort enthielt. Das was ich da zu lesen bekam, war dermaßen weit hergeholt, das ich nur den Kopf schütteln konnte. Es passte absolut nicht zur Geschichte, da man auch keine Hinweise dafür bekommt.

Die Schreibweise war vollkommen in Ordnung. Alles war gut lesbar und ich kam flüssig durch das Buch. Nur an Spannung fehlte es gehörig. 

Zusammengefasst kann ich wohl nur sagen das schwarze Schaf des Luzifer Verlages erwischt zu haben, da ich ansonsten nie enttäuscht wurde. Zudem ist es für ein Buch schon sehr beschämend wenn die Geschichten des fiktiven Autors spannender sind als die Geschichte um den Autor.

Sehr schade.



 
 


25 Januar 2017

[Rezension] Stella A. Tack - Luzifer: des Teufels Sünden








"Luzifer: des Teufels Sünden"

Autor:  Stella A. Tack
Preis: 14,90 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 378 Seiten
Veröffentlichung: 01.09.2016
Verlag: Herzsprung Verlag



In einem dunklen Kampf um den Thron der Unterwelt scheint alles verloren, bis verborgene Gefühle erwachen, die die Macht besitzen, alles zu verändern. „Also schön, dann bin ich eben verdammt“, knurrte ich grimmig und entschied mich. Triumphierend hob der Teufel seinen Kopf und begann zu lachen. Bittersüße Genugtuung in der honigweichen Stimme, während die brennenden Flammen der Hölle über unseren Köpfen zusammenschlugen.

Als die junge Evening einem sprechenden, orange-roten Kater mit Teufelshörner über den Weg läuft, ahnt sie noch nicht, dass ihre Welt nie wieder dieselbe sein wird. Schon bald muss sie erkennen, dass Teufel, Hexen und Dämonen nicht nur in Märchen existieren, sondern diese auch in den dunklen Gassen von Iuvavum umherstreifen. Unaufhaltsam wird sie zum Spielball im blutigen Machtkampf um die Hölle, in dem sie sich entscheiden muss: Wählt sie den Tod oder wird sie selbst zu einem Wesen des Bösen?  

Quelle: Herzsprung Verlag


Es gibt unterschiedliche Vorstellungen von der Hölle, doch eines ist klar, kalt ist es dort nicht. Von der brutalen Version bis hin zur kinderfreundlichen Variante finden wir alle nur erdenklichen Arten der Hölle. Auch Luzifer hat viele Gesichter und wird immer wieder unterschiedlich beschrieben.

Wir erleben alles aus der Sicht von Evening und dürfen miterleben wie sie vom frommen Dorfmädchen zu einer wahr gewordenen Sünde wird. Denn sie lernt niemand anderes als Luzifer kennen, einen Fürst der Hölle. Dabei liebt sie doch Erhart. Oder doch nicht?

Evening war für mich als Charakter sehr schwer zu durchschauen. Denn aus dem braven Mädchen wurde ein durchtriebenes, selbstsüchtiges Weib. Dieses konnte ich aber um so weniger leiden, je mehr ich las. Das teils kindische Verhalten nervte sehr schnell. Auch Luzifer konnte ich mir nicht als Höllenfürst vorstellen, denn auch er war viel zu verspielt. Zudem hätte ich gerne erfahren wie er das Land regiert und was seine Aufgaben sind.

Das Buch thematisiert sehr stark die Zeit der Hexenverbrennungen. Wir dürfen jene selbst erleben, was aber auch reicht, da die Beschreibungen selbst schon als Abschreckung reichen.

Leider muss ich sagen, das ich viel mehr von dem Buch erwartet habe, als ich am Ende bekam. Die Kurzbeschreibung der Autorin klang dermaßen überzeugend und einfallsreich, das ich mich auf ein Feuerwerk der Ideen freute.
Doch leider blieb dieses aus da mich die Geschichte kaum fesselte und man einfach das Gefühl bekam das etwas fehlte. Ich freute mich darauf von den himmlisch angepissten Engeln zu lesen oder den depressiven Zombies. Sowohl Engel als Auch Zombies waren im Buch vorhanden aber weder himmlisch angepisst noch depressiv. Ich hätte mir gewünscht das man mehr auf dieser Schiene geblieben wäre um der Sache mehr Pepp zu geben.

Die Schreibweise war sehr gut und gefiel mir sehr, auch wenn ich mit den Details oder Beschreibungen manchmal nicht ganz hinter her kam. Alles ging teilweise sehr schnell, so das man ganz genau lesen musste. 

Ein bisschen mehr schwarzer Humor hätte der Geschichte, meiner Meinung nach, ganz gut getan. So war ich immer am Wanken ob ich das Gelesene wirklich ernst nehmen soll oder nicht. Auch war es für mich als Fan der griechischen Mythologie, fast ein Unding Zeus in dieser Geschichte wieder zu finden und das auch noch als einer der Bösen. So richtig damit anfreunden konnte ich mich nicht.

Ganz überzeugen konnte "Luzifer" mich leider nicht, trotz goldener Augen. Sehr schade. 




 
 


[Rezension] Rose Kleinknecht-Herrmann - Frust, Revolte und Normalität








"Frust, Revolte und Normalität"

Autor: Rose Kleinknecht-Herrmann
Preis: 9,63 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 324 Seiten
Veröffentlichung: 05.08.2016
Verlag: CreateSpace



Schulroman "Ich selbst könnte nur stockend vorbringen, was mich bedrückt, am allerwenigsten wortreich am Bildschirm vor einem Interviewer. Meine Rede wäre mit Angst durchsetzt, zögernd, farb- und glanzlos und unscheinbar. Ich trage keine Plakate vor mir her, meine Befindlichkeit ist nicht werbewirksam, ich kann nicht demonstrieren für mehr Rechte. Ich teile mich ja niemandem mit und äußere mich höchstens über mein Unterbewusstsein in Form von Angstschreien, die meine Frau bereits aus dem gemeinsamen Schlafzimmer vertrieben haben."

Quelle: Amazon



Wenn man an die Schule denkt fallen einen sofort 2 Wörter ein, Lehrer und Ferien. Das erste war verhasst und das andere geliebt. Doch warum hatten wir gegen einige Lehrer etwas, verspotteten sie sogar? Während wir andere Lehrkräfte förmlich vergötterten und es uns nicht mit ihnen verscherzen wollten. War es ihr Auftreten oder war es weil er einfach ein langweiliges Fach lehrte?
Dies muss wohl jeder für sich wissen.

Schon nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, begann ich ein schlechtes Gewissen zu bekommen, welches sich bis zum Ende hinzog. Denn das Gelesene zeigte mir wie viel Kraft ein/-e Lehrer/-in heute aufbringen muss überhaupt den Unterricht ohne Ängste durchzustehen. Die Jugend von heute wird nicht leichter und auch der Umgang miteinander wird immer rauer. Wer nicht up to date ist fliegt bei den Schülern raus und kann nicht mal etwas dagegen machen.

Auch zeigte mir das Buch wie viele Regeln ein Lehrer gegenüber den Schülern hat. Die Liste ist lang und wird je nach neuen Paragraphen nur noch länger. 
Hin gegen haben die Schüler kaum noch Regeln. Außer der Pflicht anwesend zu sein, interessiert es die wenigsten was vorne an der Tafel geschieht. 

Dies klingt alles sehr weit hergeholt, sind aber Eindrücke die ich durch das Buch gewann.

Nun zu Wolfgang Fink, dessen Leben wir verfolgen dürfen. Wir erleben ihn als einen Schatten, der sich an die Masse angepasst hat und gar nicht mehr auffällt. Doch wie kommt es dazu das ein Lehrer den Spaß am Lehren verliert und ihm selbst seine Freizeit zuviel wird. Die Antwort lautet Stress. Denn sein Leben ist nicht gerade einfach. Da wären die vermögenden Freunde mit eigener Sauna, seine Frau die dazu gehören will und seine Arbeit als Lehrer. Wir dürfen erleben wie Herr Fink immer mehr zu Grunde geht, bis er zudem wurde was er jetzt ist. Ein Schatten seiner Selbst.

Ich hatte eine sehr grobe Schreibweise erwartet, wurde aber mit einer zugänglichen und detailreichen mehr als überrascht. Teilweise so sehr das mich die Gefühle überrannten und ich für den einen oder anderen Lehrer, aus meiner Vergangenheit, eine Träne vergoss. Auch die Abwechslung der Sichtweisen war verblüffend und schockierend zu gleich. Egal ob vom Spitzen-Lehrer bis zum Direktor, über alle erfährt man etwas.

Ein sehr berührendes Buch, das einen klar macht das Lehrer auch nur Menschen sind und das man das Schulsystem in das 21.Jahrhundert holen sollte. 




 
 


22 Januar 2017

[Rezension] Laird Oliver - Sünde








"Sünde"

Autor:  Laird Oliver
Preis: 13,00 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Fantasy,Erotik
Seitenanzahl: 296 Seiten
Veröffentlichung: 23.09.2016
Verlag: Belle Epoque Verlag


Die Babylonier nannten mich Lilītu. In ihrer antiken Welt der Götter und Schimären hatte ich einen Platz. Doch dann kamen die Anbeter des Einen Gottes. Sie teilten alles in Gut und Böse ... und eine hünenhafte Kriegerin mit geschwungenen Hörnern, ledrigen Flügeln und Ziegenhufen, die auf dem Schlachtfeld mit entblößten Brüsten einen todbringenden Klingentanz aufführte, ließ sich für diese Kuttenträger nur schwer mit dem Begriff 'gut' in Einklang bringen. So wurde ich zu Lilith, der Verführerin der Nacht, Inbegriff der Sünde.
Aber sie hassten nicht nur mich, sie hassten uns alle ... die unsterblichen Dai – die Were, die Zentauren, die Harpyien, die Faune, die Zwerge, das Volk. Einfach jeden im Herem. Für sie waren wir Dämonen, widerwärtige Abscheulichkeiten, deren bloße Existenz gegen die göttliche Ordnung verstieß. Ihr verfluchter Kreuzzug überrannte unsere Bastionen, und wer nicht unter dem Schwert fiel, wurde fortgeschleppt, um in finsteren Verliesen elend zu schmachten.
Doch dann öffneten sie die Tür meines Kerkers, zum ersten Mal nach fünfhundert Jahren. Sie brauchten meine Hilfe. Aber ist die Pforte einmal geöffnet...
Eine letzte Schlacht steht bevor im Heiligen Krieg um die Herrschaft im Himmel und auf der Erde.



Fantasy, die Kirche und Erotik, ein gewagter Mix, den man sich erst einmal trauen muss.Doch wenn man es richtig macht, kann daraus ein sehr spannendes Abenteuer werden, so wie dieses Buch.

Zuerst musste ich aber eine Verständigungsbarriere brechen. Denn die ersten Seiten die ich las, musste ich meist mehrmals lesen, da die Sätze zu konfus waren. Auch war die Seitenlänge meist zu groß gewählt, was bei einem Satz schon mal 4-5 Zeilen bedeutete. Dies ist eindeutig zuviel und ruinierte so einiges. Auch hatte ich das Gefühl, das oftmals Wörter fehlten und fand ein paar Mal Wörter bei denen sich der Fehlerteufel eingeschlichen hatte.

Die Story an sich ist wirklich spannend und die Thematik sehr gut gewählt. Es macht Spaß durch diese Welt zu gehen, auch wenn die Kirche zu herrschen scheint. Ich fand das der Autor die neue Welt viel besser erklären konnte als zu babylonischen Zeiten. Denn gerade die Entdeckungen die Lilutu macht sind hervorragend umschrieben und laden zum kichern ein. Die Vorstellung wie eine Dämonin vor einem Stand mit Zuckerwatte steht und es fasziniert ansieht, lässt einen an sich selbst denken, als man das erste Mal diese leckere Süßigkeit geniessen durften. 

Die Wechsel zu den einzelnen Personen müssten noch etwas verbessert werden , da man von jetzt auf gleich die Geschichte aus einem Blickwinkel erlebt, aber erstmal nicht weiß das es einen Wechsel gab. Zudem war auch nicht sofort klar, wessen Blickwinkel wir erleben dürfen. 

Die Charaktere im Buch sind vielzählig und unterscheiden sich sehr gut. Dies machte es mir möglich mir mein eigenes Bild im Kopf aufzubauen. Was es natürlich sehr spannend machte war, das man nicht erahnen konnte was die 3 als nächste tun würden. Sie hat einfach ihren eigenen Kopf und überraschten dadurch mit ihren Handlungen. Für Personen die tatsächlich gläubig sind, wird es schwer sein, da die Kirche und Mitglieder nicht gerade die freundlichsten sind, allgemein wird die Kirche sehr nach unten gezogen. 

Bei der Thematik Erotik bin ich sehr pingelig, da für mich wahre Erotik ein sehr schwieriges Thema ist. Dabei macht nicht nur die Schreibart sondern auch die verwendeten Begriffe aus ob dieser Teil ins lächerliche gezogen wird oder man doch ein bisschen rot wird. Dies ist im Buch teilweise sehr gut umgesetzt. 

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch, nach den anfänglichen Problemen, sehr gut gefallen. Der Mix aus Spannung, Erotik, Fantasy und der Kirche macht Spaß zu lesen. Was mich dann aber doch störte war, das es keinerlei Information im Buch darüber gab das die Serie noch nicht zu Ende ist. Erst durch Recherche fand ich dies heraus. Denn so hatte man das Gefühl das man auf die vielen offenen Fragen keine Antworten mehr erwarten kann.

Nix für Kinder aber für Erwachsene ein großer Lesespaß.