[Rezension] Kathleen Bryan - Das magische Land 1: Der Orden der Rose




Autor: Kathleen Bryan
Preis: 12,00 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 350 Seiten
ISBN: 978-3442465873
Veröffentlichung: 01.06.2008
Verlag:  Goldmann Verlag




Zerstörung und Elend drohen dem Königreich Lys, wenn die Macht der Großen Schlange erwacht. Noch ruht sie in ihrem Gefängnis, aber der Bann, der sie seit tausend Jahren gefangen hält, ist zerschlagen. Es scheint, dass nur Averil, Nichte des Königs und Novizin der geheimnisvollen Glasinsel, die bösen Kräfte bezwingen kann. Unerwartete Hilfe erfährt sie durch den Bauernjungen Gereint, dessen wilde Magie Averil gleichermaßen abstößt wie anzieht. Doch Gereint muss erst die Prüfungen des Rosenordens bestehen, bevor er an Averils Seite in den Kampf ziehen kann …

Quelle: Amazon



Da ich nun endlich einmal wieder ein Buch aus dem Genre Fantasy lesen wollte, durchstöberte ich meine Regale nach einer solchen Lektüre.

Schließlich entschied ich mich für "Der Orden der Rose" von Kathleen Bryan, da ich noch kein Buch der Autorin gelesen hatte. Zudem hatte ich Lust mal wieder etwas zu lesen, das schon ein paar Jährchen auf den Buckel hatte. 

Wie ich zu der Reihe kam? Ich hatte vor Weilen das Glück das mir sehr viele Bücher von Privatpersonen geschenkt wurden und dabei waren auch 2 Bände der Reihe. Den letzten Band ergatterte ich dann günstig bei ReBuy. 


Wie in so vielen Büchern des Fantasy-Genres gab es auch in diesem sehr viele Charaktere. Die Hauptcharaktere ließen sich noch gut merken, wenn man dann aber den Namen eines Ritters las, überlegte man schon sehr stark wo man ihn einordnen könnte.

Das Hauptaugenmerk lag auf Averil und Gereint, welche zwar aus verschieden Gesellschaftsschichten stammten, aber mit jeder gelesenen Seite mehr zu einander fanden.

Averil war die Tochter eines mächtigen Herzogs und erlernte auf einer Insel ihre Magie zu benutzen um später einmal ein Reich zu leiten. Ab der ersten Seite war sie mir eine angenehme Person, die ich gerne auf ihren Weg verfolgte. Ihre Beschreibungen ließen ein klares Bild erscheinen, das eine hübsche Frau zeigte. Ich hatte stellenweise das Gefühl, das ihr Alter und ihre Denkweise nicht zueinander passten, da sie meist sehr erfahren handelte.

Gereint wäre das beste Beispiel für klischeehafte Beschreibungen. Er war einfacher Bauer, dem es nicht erlaubt war, seine wilde Magie zähmen zu dürfen, die immer mächtiger wurde. Gerade weil wir erlesen durften, wie er das Unbekannte in sich selbst entdeckte und wie "Der Orden der Rose" ihn ausbildete, konnte man sich sehr schnell in seine Lage bringen. Mich imponierte besonders sein Fleiß und seine Liebe zu Tieren. Stets zu lesen wie gewissenhaft er die Pferde hegte ohne zu murren oder sich zu beschweren, hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Je weiter man im Buch vorrückte, desto mehr Ritter, Priester usw. wurden einen vorgestellt. Hier den Überblick nicht zu verlieren war schwer und gelang mir leider nicht. 

Im Gesamten waren alle Charaktere, egal wie klein oder groß, stets hervorragend umschrieben. Ich hatte sie beim Lesen stets vor meinem Auge. Auch ihre Handlungen reichten von jenen die man erahnen konnten bis hin zu jenen, die einen überraschten. Natürlich gab es den Feind, aber dieser wurde mir im Buch zu wenig behandelt. Ich weiß wer es ist und weshalb er handelt, aber dies reichte bei weiten nicht. Hier werden die Nachfolger hoffentlich noch mehr Licht ins Dunkel bringen.


Kaum waren ein paar Seiten gelesen schon befand ich mich mitten in der Geschichte und wollte aus jener auch so schnell nicht wieder heraus. Tatsächlich fiel mir das aus der Hand legen des Buches sichtlich schwer.

Auf den 350 Seiten wurde alles liebevoll umschrieben. Sei es die Welt selbst mit ihren Gebirgen, Wäldern oder Sümpfen oder die Menschen die in ihr lebten. Besonders faszinierend war die Darstellung der Magie, welche ich so in noch keinem Buch fand. 

Dieses Buch würde ich Personen empfehlen die noch sehr wenig aus dem Genre Fantasy gelesen haben und einen zarten Einstieg in dieses Segment möchten. Die Geschichte ist einfach, aber fesselnd und beherbergt ausschließlich Menschen und Magier. Natürlich kommen in späteren Bereichen auch noch andere Wesen vor, aber die möchte ich lieber nicht verraten. Ich kann jedoch verraten das es keine Drachen oder ähnliches gibt.

Was mir besonders positiv auffiel war, wie man Verletzungen und Wunden beschrieb. Trotz einiger Kämpfe wurde jene nur sehr harmlos angedeutet und nicht bis in das kleinste Detail ausgeschildert. 

Tatsächlich hätte ich mir stellenweise doch etwas mehr Spannung gewünscht, da im Buch nur sehr wenig passierte. Natürlich gab es hin und wieder einen spektakulären Moment aber größtenteils reisen wir durch die Lande um der königlichen Armee zu entkommen. Ich hoffe die Nachfolger können, da ein wenig mehr bieten.

Man merkt allgemein sehr, dass das Buch darauf zählt das man die Nachfolger liest, da viele Fragen offen blieben. Gerade die Vergangenheit der Magie mit ihren Schöpfern, wurde nur sehr spärlich erzählt, machte dafür aber ungemein neugierig. 


Die Gestaltung des Covers empfinde ich mehr als gelungen. Es macht Spaß das Buch von allen Seiten einmal anzusehen, da es rundum, wunderschön gestaltet wurde. Seien es die Ecken, welche Beschläge zieren oder die Farben des Himmels, ich konnte mich an alldem nicht satt sehen. Gerade das Amulett auf der Vorderseite zog alle Blicke auf sich.

Wo der Autorenname und der Haupttitel des Buches noch sehr kantig gestaltet wurden, hat man sich beim eigentlichen Titel für eine geschwungene Schrift entschieden. Ich finde dies sehr gewagt, aber geglückt, da beide Schriftbilder sehr gut zueinander passen.

Für mich ist dies ein gelungenes Cover, da es farblich sehr harmoniert, aber sich nix wirklich im Wege steht. Man könnte fast meinen das Bild wirke überladen, aber für mich ist es sehr gut durchdacht. 


Eine einfache Geschichte, mit sympathischen Charakteren und viel Magie aber etwas zu wenig Spannung. Für Neueinsteiger in dieses Genre bestens geeignet.


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