[Rezension] Bruno Woda - Unschuldig?








"Unschuldig?"

Autor:  Bruno Woda
Preis: 7,99 €
Einband: E-Book
Genre: Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 230 Seiten
Veröffentlichung: 25.04.2016
Verlag: Edition Oberkassel



Mark sitzt wegen Vergewaltigung im Gefängnis. Von den Freunden vergessen. Nicht von seiner Ex-Freundin Helen und Wolfgang. Helen ist von Marks Unschuld überzeugt. Diese Janine hat ihn zum Fesselsex verführt. Wolfgang gewinnt Martin, Anwalt aus dem Freundeskreis, ein Wiederaufnahmeverfahren auszuloten. Und er muss mit Janine darüber sprechen. Sie willigt ein und führt Wolfgang vor, wie das Liebesspiel ablief. Sie hatten Liquid Ecstasy genommen, Mark habe sie gefesselt und bewusstlos zurückgelassen. Z ufällig sei sie von einem Nachbar gefunden worden. Für sie ist klar, Mark hat ihren Tod riskiert. Beweisfindung und Urteil seien Sache der Justiz. Bei einem zweiten Treffen finden Wolfgang und Janine Vertrauen
zueinander. Janine ist jetzt bereit, erneut vor Gericht auszusagen. Dem Antrag auf Wiederaufnahme des Falles wird stattgegeben. Doch es kommt nur zu einem Teilfreispruch. Mark muss eine Reststrafe absitzen. Die Ungewissheit über Marks Schuldanteil quält Wolfgang weiter. Die letzte Wahrheit wissen nur Mark und Gott.

Quelle: Edition Oberkassel


Zu Unrecht verurteile Personen gibt es immer öfter. Ursachen dafür gibt es viele, denn es könnte der Verteidiger sein der seinen Mandanten nicht genug hilft oder eine lückenhafte Beweisaufnahme. Schwierig wird es diese Lücken zu füllen und somit doch noch die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Da die Kurzbeschreibung schon mehr als genug Informationen gibt, schreibe ich diesmal keine Zusammenfassung.

Was ist das wichtigste am Buch? Richtig, die Story und die Charaktere, doch was ist wenn die Charaktere keine Gesicht haben und auch sonst charakterlich nicht sehr ausgeprägt sind? Dies ist hier leider der Fall, denn außer von einer Person erhalten wir keinerlei optische Informationen. Dies störte mich schon etwas da ich einfach kein Gefühl für die Personen bekam. Zudem handelten die Personen für mich sehr untypisch. Das Buch will, denke ich, auch den Faktor Freundschaft ansprechen, doch dieser konnte mich nicht überzeugen. Denn wenn Freunde erst nach einem Jahr Gefängnisaufenhalt auf die Idee kommen ihren Freund zu helfen, finde ich dies doch etwas zu spät.

Die kurioseste Person im Buch war Janine, die das eigentliche im Opfer im Buch ist und dafür gesorgt hat das Mark für längere Zeit hinter Gittern sitzt. Dabei wusste sie auf Grund von Ecstasy garnicht mehr was genau an diesem Abend geschah. Soweit so gut. Was sich dann allerdings im Laufe der Geschichte herausstellt, war für mich dermaßen unrealistisch, das ich jeglichen Lesespaß verlor.

Der Schreibstil wirkte sehr holprig, so das ein glattes Lesen nicht möglich war. Auch wurden die Zeitabschnitte zu schnell abgefertigt oder waren zuweit auseinander. Es fehlte einfach die Detailverliebtheit. 

Die Thematik eines Wiederaufnahmeverfahrens ist bestimmt eine spannende Sache, hätte aber besser umgesetzt werden können. Die Charaktere haben leere Gesichter, die Geschichte um die Clique ist zu kurios und der Fall selbst viel zu verwirrend und unecht. 

Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen, da es einfach zu viele Ecken und Kanten hatte die mir den Lesespaß deutlich nahmen. Schade.




 
 


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