30 September 2016

[Rezension] Alexander van Hooven - Stadt der Platanen








"Stadt der Platanen"

Autor: Andreas van Hooven
Preis: 9,90 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 156 Seiten
Veröffentlichung: 20.03.2016
Verlag: BoD




Für einen Werbegrafiker ist Berlin vor der Jahrtausendwende eine Oberfläche, unter der nur ein Credo zählt: Wachstum. Eigene Erfolge sind die Insignien und zugleich Attitüden der aufstrebenden Endzwanziger auf den rauschenden Partys der jungen Berliner Republik. Rücken die Niederlagen im eigenen Umfeld näher, wechseln die Protagonisten über Nacht die Rollen oder driften in Doppelleben ab, um nicht nackt zu erscheinen.
Organisches Wachstum scheint den Akteuren vor dem Durchbruch ins neue Jahrtausend unmöglich. Konsum und Karriere suchen die aufkeimende Frage nach dem eigenen Lebensstandpunkt zu verkleiden. Am Ende ist der kurze Roman eine unheilbare Sinnsuche junger Konservativer zwischen Zugehörigkeit und Individualität.

Quelle: Amazon


Vorab möchte ich Alexander van Hooven für das Leseexemplar danken.

Dies war eines der wenigen Bücher, bei dem ich die Kurzbeschreibung las. Diese klang sehr interessant und hätte mich zu gleich warnen müssen. Denn schon dieser kurze Text strotzt nur vor Lyrik und Poesie, welche beide leider garnicht mein Fachgebiet sind. 
Da ich aber Herausforderungen mag, nahm ich mich mit dem Buch, welches mit 156 Seiten nicht besonders lang ist, an. Innerhalb eines Tages konnte ich es durchlesen und geriet an einigen Stellen ordentlich ins stocken. Der teils sehr melancholische Text und der bereits genannte Hang zur Lyrik machten es mir sehr schwer die ohne hin sehr wackelige Story zu überblicken.

Was ich sehr interessant fand, war die Hauptperson, von welcher wir einiges erfahren aber körperlich nur wissen das er silbergraues Haar hat. Auch das unser Protagonist keinen Namen hat war mir erst fremd, aber dies legte sich nach ein paar Seiten.

Das wohl eingehenste Thema im Buch ist der Drogenkonsum unseres Protagonisten und dessen Freunde. Gerade nachdem lesen, stellte ich mir die Frage ob all das Geschriebene und gesagte tatsächlich aus der Sicht eines Drogenabhängigen ist. Und ob seine Haut so juckt weil er auf Entzug ist oder weil er aus sich selbst herauswachsen möchte. 

Weitere Themen wie Geld, Liebe und Freundschaft finden sich in den Seiten auch wieder. Und gerade die Liebe und die Freundschaft taten es mir sehr an. 
Denn sie zeigten mir Wege und Antworten die ich so wahrscheinlich nicht gefunden hätte. Nehmen wir z.B. die Freundschaften welche er besitzt, die ihm mittlerweile aber nicht mehr interessieren da das Interesse einfach erloschen ist.

Was mir leider fehlte war ein Handlungsstrang und die ersehnte Lösung für ihn. 
Gerade da das Thema Drogen sehr publik war, fehlte mir der Punkt an dem er sich vielleicht verändert hätte. Auch die Frage wie es mit ihm weiter geht bleibt offen, denn eigentlich hat er sich bereits aufgegeben.

Das Cover, gefiel mir nachdem ich es in der Hand hatte, nicht mehr so sehr, da ich keinerlei Zusammenhang zum Inhalt des Buches wiedererkenne. 

Leider ist das Buch wohl nix für mich.



 
 

28 September 2016

[Rezension] Thomas Beckstedt - Triptychon








"Triptychon"

Autor: Thomas Beckstedt
Preis: 23,00 €
Einband: Hardcover
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 560 Seiten
Veröffentlichung: 18.07.2016
Verlag: braumüller Verlag





In einem multinationalen Konzern wird ein ­unschuldiger Mann zur Schachfigur in einem ­mörderischen Spiel um Macht, Geld und Kontrolle. Er erlebt die Hölle auf Erden.

John Gallagher, Informatiker aus London, steht massiv unter Druck. Er arbeitet für einen mächtigen Konzern, der in Südafrika ein neues Rechenzentrum eröffnen will. Aber John ahnt nicht, dass er in Wahrheit einem verbrecherischen Plan dient. Sein Alltag wird zum Albtraum, er kann kaum noch schlafen, der berufliche Stress erdrückt ihn. Wieder und wieder stößt er an seine physischen und psychischen Grenzen. Er will dem Wahnsinn entrinnen und schlittert in eine Affäre mit unabsehbaren Folgen. Er gerät zwischen die Fronten eines Konflikts, der mit einer für ihn unvorstellbaren Grausamkeit hinter den Kulissen tobt. Er wird zum Gejagten, doch die wahren Zusammenhänge erkennt er sehr spät. Das Sterben nimmt kein Ende, die Spirale der Gewalt eskaliert.
Thomas Beckstedt hat einen mitreißenden Thriller über die Abgründe der Menschen und die Schattenseiten des modernen Wirtschaftssystems geschrieben, über den Einbruch von Gewalt und Tod in eine scheinbar normale Welt, über das Gefühl des Ausgeliefertseins und der Fremdbestimmung durch Mächte, die sich immer wieder entziehen.

Quelle: braumüller Verlag





Vorab möchte ich mich bei Thomas Beckstedt, dessen Leserunde mehr als nur interessant war und dem braumüller Verlag bedanken welche mir dieses Buch als Leseexemplar überließen.


Was für eine Story, ich bin immer noch baff. 

Meine Erfahrung mit dem Buch würde ich mit einem Strudel in einem sehr tiefen und dunklen See vergleichen, der einen immer mehr in diese kalte Dunkelheit saugt aus der man einfach nicht entkommen kann. Kaum hatte ich das Buch in meiner Hand, schon waren die ersten 100 Seiten gelesen. Wie ein Sog eben. 

Bevor ich ein Buch lese, lese ich nie die Kurzbeschreibung. Viele Bücherrückseiten verraten mir zuviel und nehmen mir so Überraschungsmomente. Und gerade von denen gibt es im oben genannten reichlich. Selten überschlugen sich Charaktere so oft miteinander, das man denken müsste das man den Faden verliert, aber weit gefehlt. Selbst nach der 300-sten Seite konnte ich die verschiedenen Akteure noch auseinander halten. 
Und von denen gibt es im Buch reichlich, sie alle aufzuzählen wäre sehr mühselig und anstrengend. Allerdings gibt es einige Personen welche wir durch das ganze Buch begleiten und dabei miterleben müssen wie sie nervlich zu Grunde gehen oder sich in eine wahre Tötungsmaschine verwandeln.

Einer dieser Personen ist John, welcher für ein weltweites Unternehmen arbeitet und dafür sorgt dass das neue Datencenter bald angeschlossen werden kann. 
Dies klingt erstmal nicht weltbewegend, am Ende muss man aber feststellen das eigentlich alles was im Buch passiert, passiert weil John in einem Flieger sein E-Book vergessen hat. Diese Kleinigkeit ist der Anfang einer Geschichte von fast allen schlechten was es auf der Welt gibt. Es bleibt kaum etwas aus. Es wird keinen wundern das ich dadurch im Minutentakt einen kalten Schauer über den Rücken huschen spürte. Gerade die Abschnitte in denen es um Themen wie Vergewaltigung, Folter oder den Mord Unschuldiger ging,hängen mir auch jetzt noch nach und lassen mich für vieles dankbar sein das ich zum Glück nie erfahren habe und erfahren möchte. Dazu gehört auf jeden Fall nie in einer Firma zu arbeiten, wie John es tut. 


Trotz der vielen Personenwechsel innerhalb weniger Seiten, kam ich sehr gut voran und fühlte mich nie überrumpelt. Die Schreibweise war sehr angenehm und ließ ein lockeres lesen zu. Die Unterteilung in die Abschnitte:Böse Träume, Flucht und Hölle und deren Unterpunkte, welche in Datumsangaben verlaufen, wurden gekonnt gewählt. Die Unterschiede in der Erzählung kann man Abschnitt für Abschnitt erlesen. 

Ich möchte dazu sagen dass das Buch nicht an allen Stellen für jeden geeignet ist. Wer leicht schwache Nerven hat wird an einigen Stellen geschockt sein und das Buch kurz zur Seite legen, nur um zu überlegen ob er das gerade wirklich gelesen hat. Mir blieb ein paar mal der Mund offen stehen und suchte schließlich das Gespräch mit meinen Freund um wieder ein bisschen mehr Boden in der Realität zu fassen.

Das Cover konnte leider nicht so wirklich bei mir punkten, da es doch sehr unscheinbar ist und mir vielleicht garnicht aufgefallen wäre. Ich glaube da wäre mehr drin gewesen.

Ansonsten ist dieses Buch für mich eine absolute Empfehlung, welches ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt lesen werde.




 
 



23 September 2016

[Rezension] Anne Mario - Kleopatra im Aquarium








"Kleopatra im Aquarium"

Autor: Anne Mario
Preis: 14,90 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 170 Seiten
Veröffentlichung: 15.08.2016
Verlag:  Pro-Talk Verlag




Die 29-jährige Mona hat scheinbar alles, was man zum Leben braucht: einen gutbezahlten Job in einer Werbeagentur, ihren liebevollen Freund Dennis, der auch noch backen kann, eine etwas anstrengende, aber sehr fürsorgliche Familie und nicht zuletzt ihre besten Freundinnen Sophia und Jule, mit denen sie Freud und Leid teilt. Dann kommt der Tag, der alles verändert: Mona erhält die Diagnose Unfruchtbarkeit. Sie beginnt, ihr gesamtes Leben in Frage zu stellen, und begibt sich auf die Suche nach ihrem eigenen Weg.
Mit lakonischer Knappheit und pointiertem Witz erzählt Anne Mairo in ihrem Debütroman von der Neuorientierung und Sinnsuche einer jungen Frau. Dabei liefert sie eine treffende Analyse der 30er-Generation und ihrer Lebenswelt.

Quelle: Pro-Talk Verlag


Vorab möchte ich mich bei der Autorin Anne Mario und dem Pro-Talk Verlag für das Leseexemplar bedanken.

Das Thema Unfruchtbarkeit ist für viele Frauen und teils auch Männer ein derber Schlag im Leben. Gerade Frauen, die sich schon seit ihrer Kindheit mindestens 2 Kinder wünschen und mit dieser Nachricht konfrontiert werden, müssen diese erst einmal verdauen. Die Verarbeitung einer solchen Diagnose kann eine Frau schon mal aus der Bahn werfen oder diese ganz und gar in den psychischen Ruin treiben. Bevor ich anfing das Buch zu lesen, wollte ich mich nur kurz über das Thema informieren, wurde aber mit so vielen Fakten und Informationen überflutet, das ihr zusammentragen nicht möglich wäre. 

Kommen wir aber nun zu Mona , oder auch Momo, welche jenes Urteil über sich ergehen lassen muss. Die ansonsten starken Frau, welche einen gut bezahlten Beruf, gute Freundinnen und eine lebendige Familie hat, bleibt auch bei diesem Thema recht gefasst. Bisher war der Kinderwunsch nicht da und auch die Frage ob man überhaupt Kinder wolle, stellt sie sich erst jetzt. 
Allgemein ist mir Mona sehr sympatisch und zeigt mir eine starke Person, um welche ich sie beneide. Und der gerade anfangs gezeigte Humor ließ mich oftmals schmunzeln. Bis der Termin beim Arzt kam.

Die Mitteilung erhielt sie übrigens von ihrem Frauenarzt, welchen viele Frauen wohl gerne in die Hölle schicken würden. Denn ein Thema wie das der Unfruchtbarkeit, mit Humor  und Trockenheit hervorzubringen ohne auch nur einen Funken Mitgefühl zeigen, brachte mich zum kochen. Denn Mona´s Unfruchtbarkeit wird zwar benannt aber ist eigentlich nur teilweise vorhanden. Nach Aussage des äußerst vertrauenswürdigen Arztes, könne sie mit künstlicher Befruchtung sogar noch Kinder bekommen. Auch eine Behandlung ihrer Erkrankung, des Tumors der für die Unfruchtbarkeit sorgt, wäre möglich. 

Ich bekam Mitleid mit Mona. Jedoch hielt diese nicht lange da sie sich innerhalb kürzester Zeit von ihrem Normalo-Leben verabschiedet und ein Abenteuer wagt, welches ich in keinster weise nachvollziehen kann. Anstatt den Rest der Fruchtbarkeit zu nutzen und gegen ihre Krankheit zu kämpfen, verwandelt sie sich mit 29 zurück in eine 18-Jährige und scheint das Leben zu leben welches sie vielleicht verpasst hat. Auch ihre Freundinnen die mir eigentlich sehr sympatisch sind, scheinen sich mit Mona zu verändern und geben bei einer Party schon mal eine Art Ecstasy aus. 

Auch wenn dies ein Buch über Selbstfindung sein soll, so findet man am Ende doch nix. Das Buch endet abrupt und lässt einen mit vielen Fragen alleine. 
Was ist mit ihrem Bruder? Was geschieht mit ihren Eltern? Geht sie mit nach Kanada? Schafft sie es neu Fuß zu fassen?
Ich denke wir werden es nie erfahren. Das einzige was ich am Ende spürte war die Wut darüber wie mit diesem heiklen Thema umgegangen wurde.
Ich hatte auf eine verständnisvolle Geschichte gehofft die Leuten wie mir, die auch Schicksalsschläge hinter sich haben,hilft auf einen richtigen Weg zu zurück zu kommen. 
Doch dieser besteht bei mir nicht daraus, den Kopf abzuschalten.



 
 


22 September 2016

[Rezension] Miriam Rademacher - Die Farben des Mörders








"Die Farben des Mörders"

Autor: Miriam Rademacher
Preis: 14,90 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 304 Seiten
Veröffentlichung: 15.07.2016
Verlag: Carpathia Verlag
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Ausgerechnet am Rande eines ländlichen Seniorenheims in Mittelengland wird die Leiche einer Frau gefunden – hübsch vergraben unter Grünabfällen am Fuße einer Böschung. Nur widerwillig macht sich Ex-Tanzlehrer Colin zusammen mit seinen Freunden, Pfarrer Jasper und der beinahe kleinwüchsigen Krankenschwester Norma, erneut auf Mörderjagd. Schnell ist klar, dass der Mörder ein Bewohner des Heims sein muss. Doch dann stellt sich heraus, dass die tote Frau nicht die ist, für die sie gehalten wurde, und es taucht noch eine zweite Leiche auf.
Quelle: Carpathia Verlag


Vorab möchte ich mich bei Miriam Rademacher und dem Carpathia Verlag für dieses Leseexemplar bedanken.

Farbiger kann ein Krimi wohl nicht sein. Angefangen mit Goldgelb endet man schließlich bei Blutrot und erlebt dazwischen einen spannenden Fall welcher mal an einen sehr ungewöhnlichen Standort stattfindet. Denn wie oft liest man schon Krimis die einen in ein Altersheim führen? Richtig, sehr selten. Wer jetzt denkt das dies nun wirklich nicht der richtige Ort ist um über Mord und Totschlag zu philosophieren, der wird mit diesem Buch eines besseren belehrt. Denn Altersheim ist nicht gleich Altersheim. In unserem Fall handelt es sich um eines, in denen die Bewohner größtenteils noch sehr agil sind und nur wenige einen Rollator benötigen. 

Kommen wir aber erstmal zu unseren Hauptakteuren, welche mir durchweg sehr sympatisch waren und mir nur hin und wieder ein Fragezeichen hinterließen. 
Auch die Beziehungen der 4 warfen mir leider Fragen auf, genau wie ihre finanziellen Mittel. Man kann mich ruhig als Erbsenzähler bezeichnen aber einiges war für mich einfach nicht stimmig. Denn anscheinend hat Jasper, der Pfarrer nicht wirklich viel zutun, genau wie Colin. Oftmals fragte ich mich wie die beiden überhaupt leben können wenn sie alles ehrenamtlich machen. 

Alle samt scheinen aus dem 1. Band zu stammen, welchen ich leider noch nicht gelesen habe. Auch gibt es im Buch immer wieder Hinweise auf den vorherigen Fall, die gerade mich doch sehr ärgerten das ich nicht mit dem Vorgänger angefangen habe. Wie bereits gesagt sind Jasper, Colin, Norma und Lucy wieder voll auf dabei und müssen hin und wieder Sergeant Dieber Rede und Antwort stehen. Leider kommt dabei der Herr Polizist nicht sonderlich gut weg und machte für mich mehr den Eindruck als hätte er einfach den falschen Beruf erwischt. Ernst zu nehmen war er leider selten. 

Die Heimbewohner einzeln zu benennen wäre zu viel, allerdings kann man sagen das von allen etwas dabei ist.  Vom Miesepeter über leicht Demenzkranke bis hin zum Frauenschwarm. Eine Figur findet man auf jeden Fall in seinem Leben wieder.

Der Fall an sich war spannend bis zum Ende.Die Geschichte die zum Mörder führt ist einfallsreich und sehr interessant gestaltet und führte dazu das ich bis in die Nacht las. Ich musste einfach wissen wer es war und warum und wieso und wie? Einfach alles. Die Aufdeckung selbst war ein Rätsel der anderen Art welches auch mal das Vorstellungsvermögen auf eine Probe stellte. 
Ein sehr gelungenes Buch das ich gerne weiterempfehle.
                                           


 
 

21 September 2016

[Rezension] Sabine Niedermayr - Freundschaft... oder weil Einhörner keine Regenbögen pupsen








"Freundschaft... oder weil Einhörner keine Regenbögen pupsen"

Autor: Sabine Niedermayr
Preis: 9,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Kinderbuch
Seitenanzahl: 200 Seiten
Veröffentlichung: 15.07.2016
Verlag: Elvea Verlag
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Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, doch anstatt die letzten Tage zu genießen, muss Mario zu Hause sitzen und langweilige Erwachsenegespräche ertragen. Das ändert sich allerdings, als ein magisches Wesen plötzlich in sein Leben stolpert und alles gehörig auf den Kopf stellt. Ein dreckiges und ungehobeltes Einhorn, das der glitzernden Heimat den Rücken kehrt, um abseits von Fröhlichkeit und Gesang nach seinem Glück zu suchen. Gemeinsam erleben die beiden aufregende Abenteuer und hecken lustige Streiche aus, entdecken dabei, wie ähnlich sie sich eigentlich sind. Aus Sympathie wird Freundschaft und für Mario die beste Zeit seines Lebens.



Ich stelle es mir sehr schwer vor, in der jetzigen Zeit mit einem Kinderbuch aufzufallen. Von alt bewährten Klassikern bis hin zu Neuerzählungen, die Regale der Buchläden sind voll. Da einen Stil zu finden der auffällt ist da ganz schön schwer. Ich denke allerdings das dieses Buch seinen ganz eigenen Platz hat da man es nicht mehr so oft sieht das die Cover und die im Buch beinhalteten Zeichnungen noch selbst gezeichnet sind.
Zudem muss ich sagen das dies mein erstes Kinderbuch ist, das ich rezensiere. 
Erst wusste ich nicht ob ich dafür auch wirklich die Richtige bin, denn ich bin immerhin schon 27 und habe außer den Kindern der Freunde kaum Kontakt zu Kindern. Allerdings legte sich dies schnell nachdem ich anfing die Geschichte von Mario zu lesen.

Was mir zuerst auffiel war die recht große Schrift welche ich aber gerade für Kinder, die gerade das Lesen erlernen, für sehr geeignet finde. 
Auch die liebevollen Zeichnungen welche ich bereits oben erwähnt habe, tun ihr übrigens und zeigen dem Leser manchmal sehr lustige Szenen aus der Geschichte.
Ich hätte mir allerdings gewünscht das diese vielleicht auch in Farbe dargestellt werden. Dies ist aber denke ich mit zu großen Kosten verbunden.

Kommen wir zu Geschichte selber welche ich wirklich sehr amüsant fand und die mir immer wieder mal ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Denn wie oft geschieht es schließlich das plötzlich ein Einhorn vor einen auftaucht, das nicht nur dreckig ist sondern auch noch eine ganz schön frecht Lippe hat. 
Sehr selten, würde ich sagen. Allerdings fehlte mir hier wohl der wichtigste Punkt, denn man erfährt nicht woher Fred, das Einhorn eigentlich kommt. Man erfährt zwar einiges über seine Familie und die Sitten aber wie er von seiner Einhornwelt in Mario´s gelangte wird leider außen vor gelassen. 

Die Abenteuer und Streiche der beiden sind unterhaltsam aber würden wohl ehr von Kindern aus einem Dorf durchgeführt als von Stadtkindern.
Trotzdem waren sie teils doch recht lustig. Was macht man nicht alles um die nervenden Verwandten/Freunde der Eltern los zu werden? Als Kind wohl eine ganze Menge. 

Zwischendurch hatte ich allerdings Mitleid mit Mario da ich das Gefühl hatte das er sonst keine Freunde hat. Es wird zwar zwischendurch erwähnt das er Freunde in der Schule hat aber normal verbringt man einen Teil der Sommerferien auch mit jenen. Die Lösung darauf erfolgte am Ende der Geschichte.

Ich werde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen da mir der Inhalt und das Aussehen des Buches sehr gefiel. Das was mir missfiel habe ich bereits benannt und trotzdem hat dieses Buch mit seinen Zeichnungen einen eigenen Charme, zudem den ich Eltern mit Kindern nur raten kann. Ihre Kinder werden sich gut amüsieren und wahrscheinlich Fred bald als guten Freund sehen.