[Rezension] Herrad Schenk - Alle meine Kinder








"Alle meine Kinder"

Autor:Herrad Schenk
Preis: 12,99 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Roman
Seitenanzahl: 187 Seiten
Veröffentlichung: 08.08.2016
Verlag: Suhrkamp Insel Verlag
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Friederike Beaufort, eine Frau in ihren besten Jahren mit bewegter Vergangenheit, steht kurz davor, ihr Landhaus mit Garten gegen eine seniorengerechte Wohnung in der Stadt einzutauschen. Beim Räumen und Ausmisten des großen Hauses werden Erinnerungen wach: an die wilden Studienjahre mit feucht-fröhlichen Festen und wechselnden Liebhabern; an die Demos der Frauengruppen; aber auch an den Verlust von geliebten Menschen und den quälenden Kinderwunsch, der ihr Leben zunehmend beherrschte. 
Doch es ist nicht die Zeit, irgendwelchen Gedanken nachzuhängen. Mit dem Umzug lässt Friederike die Vergangenheit endgültig hinter sich und startet selbstbewusst durch in ihre Zukunft, in ein komplett neues Leben …



Gibt es Themen in der heutigen Gesellschaft die immer noch nur ungerne angesprochen werden?Vielleicht weil sie einem peinlich sind obwohl sie für einen selbst total normal erscheinen?Oder weil man sich durch deren Nennung eingestehen muss doch nicht perfekt zu sein?
Monogamie, Retortenbabys, Eheberatung oder auch die Verarbeitung von Trauer sind heute noch schwierige Themen auch wenn sie schon solange existieren.
Diese wiederum in ein Buch zu packen finde ich dann schon recht mutig.
Denn im Buch geht es um Friederike welche sich mit alledem auseinandersetzen muss und einen dadurch einen Einblick in ein Leben gibt welches wir so vielleicht garnicht kennen.
Zumindest ich kam durch das Lesen oftmals in die Bredouille, da ich garnicht die Kraft hätte um Friederikes Leben zu leben. Schon allein die Vorstellung hin und wieder eine Affäre zu haben von der mein Partner auch weiß und es genauso umgekehrt passiert, ist für mich momentan absolut undenkbar. Vielleicht liegt es daran das aus einer Affäre mehr werden kann aber der Faktor Eifersucht wäre anführend. Paare die dieses Leben leben beneide ich teilweise aber schaue auch mit Argwohn auf sie, auf jeden Fall habe ich kein Problem damit wenn andere diese Art von Beziehung führen. 
Kommen wir noch einmal zu Friederike welche mit 66 Jahren ihr Haus verkauft und in eine Wohnung zieht. Das gerade bei Umzügen Schätze wieder zum Vorschein kommen, mit denen man nicht gerechnet hat kennt glaube jeder und genauso ist es bei ihr. Sie findet beim ausmisten des Dachbodens ihre alten Tagebücher und lässt sich von ihnen in ihre Vergangenheit zurück gleiten. Wir wechseln nun des öfteren zwischen der jüngeren und der älteren Friederike hin und her und erfahren zum einen was sie alles durchlebt hat und zum anderen wie sie heute darüber denkt. Gerade diese Denkübergänge sind vielschichtig und ließen mich oftmals nachdenklich werden. Denn ich führe zwar kein Tagebuch, aber trotzdem bin ich gespannt wie ich in ein paar Jahrzehnten über mein vergangenes Leben denken werde.
Gerade die Beschreibungen wie sie und ihr Mann Ernst in Polygamie leben und damit gegenüber so offen umgehen beeindruckte mich sehr. Zu lesen wie die beiden sich lieben, eine Einheit bilden und doch auch mal mit jemand anders ihren Spaß haben ist erschütternd, aber fesselte mich nur um so mehr. 
Das zweite große Thema des Buches ist der Versuch des schwanger werden´s. Ein Thema das anderen nur ein müdes lächeln abringt da sie bereits 3 Kinder haben oder aber zur Härteprobe für die Beziehung wird, wenn es einfach nicht klappen will und der Wunsch nach einem Kind einen gerade zu auffrisst. Auch hier wechseln wir immer wieder zwischen den beiden Friederike´s hin und her und können erlesen wie Kräfte zerrend es ist etwas zu bekommen was anderen einfach in den Schoss fällt. Gerade die Passage ließ einen dicken Schleier der Gedanken über mich sinken, da ich selbst schon langsam auf die 30 zu gehe und noch keine Kinder besitze.
Allgemein strotzt "Alle meine Kinder" nur so vor Ehrlichkeit, der Wahrheit und Mitgefühl. Ich habe selten ein Buch gelesen welches mich so berührt hat. Nicht einmal jetzt fallen mir die passenden Worte ein, die sagen was ich gerade empfinde. Ich schweife immer noch in Friederikes Welt umher um vielleicht auch nur einen Hauch ihrer Stärke zu bekommen.
Denn auch Trauer muss sie verarbeiten und das verlassen geliebter Menschen. Gerade dies ist ein Punkt den jeder selbst bearbeiten muss. Man kann niemanden vormachen wie man trauert oder es ihm erklären.
Aber anhand von Friederike erleben wir eine Trauer die einfach nur echt ist.
Die Personen um die sie trauert und die die ihr Leben verschönert haben sind zahlreich aber alle einfach sympatisch. Man hat das Gefühl ihre beste Freundin zu sein und alles mit ihr hautnah zu erleben. Man vergoss die ein oder andere Träne und hatte doch am Ende ein Lächeln im Gesicht weil ihre Geschichte einfach nur unbeschreiblich endet.



 
 



[Rezension] Thomas Kowa - Redux: Das Erwachen der Kinder








"Redux - Das Erwachen der Kinder"

Autor:Thomas Kowa
Preis: 6,99 €
Einband: E-Book
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 420 Seiten
Veröffentlichung: 29.07.2016
Verlag: Digital Publisher
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Kommissar Lindbergs zweiter Fall:Ein Mörder, der seine Opfer bestattet.
Eine Sekte, die das Jüngste Gericht heraufbeschwört.
Eine Frau in Gefahr, der niemand glaubt ...


Ein jahrhundertalter Taufritus, mit dem angeblich Tote wiedererweckt werden können, lebt wieder auf. Mehrere Frauen werden ermordet, nach dem Ritus getauft und anschließend bestattet.
Der Täter droht mit dem Jüngsten Gericht und versetzt seine Bekennerbriefe mit Anthrax. Eine Studentin kann ihm entkommen, doch die ermittelnden Polizisten beschuldigen sie, alles nur inszeniert zu haben.
Sie wendet sich an Kommissar Erik Lindberg, der vom profilierungssüchtigen Bundesanwalt unter Druck gesetzt wird, den Fall innerhalb von zwei Tagen zu lösen, sonst wird er ihm entzogen. Der Kommissar setzt alles auf eine Karte...


Mein erster erlebter Fall mit Kommissar Erik Lindberg und ich muss schon sagen, er war wirklich spannend aber auch ausbaufähig.
Im Buch geht es um die Morde an Frauen welche zuerst entführt, dann getauft und schließlich bestattet werden. Ihre Gräber werden nur gefunden da sie mit einem Holzkreuz markiert sind. 
Da sich diese allerdings recht tief im Wald befinden, fand ich es schon sehr verwunderlich das diese überhaupt gefunden wurden. Das nenne ich Glück für Kommissar Lindberg. Ebenso war es Glück das es Bekennerschreiben gab welche aber an die Zeitung " Image" gerichtet sind. Das diese natürlich eine Story daraus machen, war natürlich klar. Aber ob sie damit helfen oder doch ehr alles verschlimmern? Ich würde sagen beides, zumindest bei diesem Fall.
Kommen wir aber mal zu den Charakteren. Einer der Hauptakteure ist Erik Lindberg welcher in der Schweiz als Kommissar arbeitet. Über seine Person kann ich leider überhaupt nicht viel sagen da im Buch kaum etwas erwähnt wird. Da dies allerdings der 2. Fall von ihm kann es sein das er im 1. genauer beschrieben wurde. Zu gegebener Zeit werde ich dies auch machen, da es im Buch einige Anspielungen auf den Vorgänger gibt. 
Was ich jedoch von ihm weiß ist, das seine Freundin seit einem Unfall im Koma liegt und seitdem im Krankenhaus beobachtet wird. Kleinere Hoffnungsschimmer wie das öffnen der Augen, aber auch Ernüchterung wenn sie nur da liegt und kein Zeichen von sich gibt, lassen uns mit Erik Lindberg fühlen und man fragt sich selbst ob man dies könnte. 
Seine Kollegin Mia war mit eine der sympatischsten Ermittlerinnen überhaupt, denn mit ihren 24 Jahren ist sie noch recht jung, aber auch in etwa meinen Alter und so schloss ich mich ihrer Denkweisen sehr gerne an. Sie nimmt ihren Job sehr ernst auch wenn man es ihr mit ihren roten Haaren nicht abnimmt und überschreitet auch schon mal die Grenzen der Legalität nur um z.B. ein paar Gänsefedern zu bekommen. 
Die 3. im Bunde ist Katharina vor der ich im echten Leben wahrscheinlich sehr viel Respekt hätte. Nicht nur das sie zur Kriminaltechnik gehört, nein, sie ist nebenberuflich auch noch Domina und bestraft in ihrer Freizeit den ein oder anderen Sklaven gerne mal auf ihrer Streckbank. Ihre Kollegen ahnen so etwas  in der Richtung da sie gerne schwarz trägt und wohl eine ernste Miene aufsetzt. Trotzdem kann ich nach dem lesen des Buches nur positives über sie denken da sie für mich eine kleine Vorbildrolle eingenommen hat. Sie ist in einem Männerjob, weiß wovon sie redet und hat sowohl einen klaren als auch einen Dickkopf. Eine für mich gute Mischung. 
Die restlichen Charaktere wie Lindbergs Vorgesetzte, die Mitarbeiter der Image-Zeitung oder auch die religösen Anhänger möchte nur zwischendurch erwähnen. 
Gerade das Religöse spielt in diesem Buch eine wichtige Rolle und wir wechseln öfter mal aus der heutigen Zeit in das 13./14. Jahrhundert zurück. Diese Wechsel sind gut intigriert und passen zum momentanen Geschehen in der Gegenwart.
Das Ende der Welt ist das eigentliche Ziel dieses Buches und der religösen Gruppe der Primuschristen. Dies wollen sie mit Anthrax herbeirufen, über welches ich mich erstmal informieren musste. Ob dies klappt verrate ich natürlich nicht. Auch was das zusammenhängen des Frauenmörders mit einem verschuldeten Pfarrer und den Primuschristen verbindet wäre doch zuviel des Guten. Was ich jedoch sagen kann ist das ich gerade den gesellschaftlichen Teil sehr interessant finde da man sieht wie Kirche, Medien und die Polizei funktionieren bzw. nicht funktionieren.
Der Haken am Buch waren leider die häufigen Rechtschreibfehler, auch hatte ich das Gefühl das hin und wieder ein Wort fehlte. Wären diese nicht gewesen, hätte ich durchweg ein sehr angenehmes Lesevergnügen gehabt. Auch die wenigen Beschreibungen des Kommissars waren etwas hinderlich. Auch wenn es der 2. Teil ist,muss man bedenken das manche eben mit dem 2. anfangen und nicht mit dem ersten. 
Ansonsten habe ich ich gerne den Täter gejagt und viele tolle Informationen bekommen.


 


[Rezension] Scott Meyer - Magic 2.0 Plötzlich Zauberer








"Magic 2.0 Plötzlich Zauberer"

Autor:Scott Meyer
Preis: 2,51€
Einband: E-Book
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 331 Seiten
Veröffentlichung: 07.08.2016
Verlag: Luzifer Verlag
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Martin Banks ist ein ganz gewöhnlicher Typ, der eine sehr ungewöhnliche Entdeckung gemacht hat:
Er kann die Realität manipulieren, denn die Realität ist nichts anderes als ein weiteres Computerprogramm. Doch seine kleinen Veränderungen der Realität hier und da bleiben nicht unbemerkt.
Um seinen Verfolgern ein Schnippchen zu schlagen, entschließt er sich, in der Zeit zurückzureisen und im Mittelalter sein Glück als Zauberer zu versuchen.
Denn was sollte da schon schiefgehen?
Als hackender Yankee an König Artus Hof muss Martin sich nun alle Mühe geben, um ein vollwertiger Meister seiner Fähigkeiten zu werden, das Geheimnis um den uralten Zauberer Merlin zu lüften und … ja, ihr wisst schon, möglichst nicht dabei umzukommen und so.



An was denkt man wenn man das Wort "Zauberer" hört? Doch wohl zuerst an einen alten Mann mit grauen Haaren welcher in einer Burg lebt und es hin und wieder mit Drachen aufnehmen muss. Und wer denkt um Zauberer zu werden erstmal eine Ausbildung aller Harry Potter machen zu müssen der irrt gewaltig.
Denn wie es schneller geht zeigt "Plötzlich Zauberer" und das einzige was man dafür braucht ist eine gewisse Datei aus dem Internet. Klingt super oder? Und genau das ist es auch. Denn alles was Martin erlebt seit er die Datei gefunden hat wurde zu einem spannenden Roman zusammen gefasst welcher mich nicht nur zum Staunen brachte sondern mir auch den ein oder anderen Schmunzler ab gewann. Anfangs hatte ich jedoch ein paar Probleme in die Geschichte zu kommen da mir Martins Suche nach der Datei zu konfus war, sie ergab für mich einfach keinen Sinn. Doch nachdem diese Hürde genommen war, konnte ich mich sehr gut in die Geschichte einlesen.
Wie bereits gesagt geht es um Martin welcher eine Datei findet und mit jener z.B. einfach mal sich selbst 7cm größer macht. Das dies nicht alles ist kann man sich schnell denken und genau dies wird auch gezeigt. Denn warum sollte er sich nicht einfach mal ein bisschen mehr Geld auf sein Konto packen? Nachdem er dies getan hat beginnt das eigentliche Abenteuer da plötzlich Bundesagenten hinter Martin her sind die wissen wollen wie er einfach so eine 5-stellige Summe auf sein Konto gebracht hat. Martin flieht und merkt das er aus dieser Zeit verschwinden muss. Und da ist doch die Vergangenheit sehr verlockend. Schließlich findet er sich im Mittelalter wieder und merkt schnell das er nicht der einzige ist, der außergewöhnliche Sachen vollbringen kann. Was er alles erlebt bleibt natürlich mein Geheimnis, es würde euch einfach den Spaß am Buch nehmen. Und glaubt mir ihr werdet Spaß haben.
Kommen wir aber mal zu Martin selbst. Dieser scheint ein sehr gewöhnlicher Mann ohne Auffälligkeiten zu sein. Er ist 23, hat einen langweiligen Job und sein größtes Hobby ist das Hacken, auch wenn er es nicht gerne so nennt. Das er etwas pummelig ist, wird nur anfangs erwähnt, danach spielt es anscheinend keine Rolle mehr. Wie Martin äußerlich aussieht ist anscheinend jedem selbst überlassen da es kaum Aufzählungen über Augenfarbe,Haarfarbe oder ähnliches gibt. Dies finde ich allerdings nicht sehr schlimm, da ich mir so selbst mein eigenes Bild zusammen reimen kann. 
Allgemein braucht ihr bei diesem Buch viel Fantasie um sich die ganzen wundervollen Sachen vorstellen zu können. Die Beschreibungen jener Sachen waren sehr ausgiebig, jederzeit hat man das Gefühl mittendrin zu sein und alles selbst zu erleben anstatt nur Leser zu sein. Es gab keine nennenswerten Fehler welche den Lesefluss gestört haben. Die einzelnen Elemente wie der Humor oder die Spannung wurden in guten Verhältnissen in das Buch eingebaut.
Ich selbst finde in diesem Buch kaum einen Teil der mir nicht gefallen hat. Das einzige schwierige war wie bereits gesagt der Anfang. Ansonsten ist dies ein gelungenes Werk welches voller Magie der anderen Art steckt.



 
 








[Rezension] Tanja Litschel - Traubenblut








"Traubenblut"

Autor:Tanja Litschel
Preis: 3,99€
Einband: E-Book
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 340 Seiten
Veröffentlichung: 17.06.2016
Verlag: Midnight
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Die Studentin Malena Norden verbringt im Rahmen ihrer Forschungen eine Nacht allein in den Gewölben des Bremer Ratskellers. In den frühen Morgenstunden wird sie leblos aufgefunden. Es scheint, als sei sie buchstäblich vor Schreck gestorben. Die Ursache hierfür bleibt rätselhaft. Als ihre Zwillingsschwester Tamara daraufhin nach Bremen zurückkehrt, hat die Polizei die Ermittlungen bereits eingestellt. Doch Malenas mysteriöser Tod lässt Tamara keine Ruhe. Sie beschließt, den Fall auf eigene Faust zu lösen. Lange Zeit tappt sie im wahrsten Sinne des Wortes völlig im Dunkeln. Bis sie herausfindet, dass nichts im Leben ihrer Schwester so war, wie es scheint …




Dies war er also, mein erster Bremen-Krimi und was soll ich sagen? Ich habe ihn genossen. Denn die Geschichte spielt zum größten Teil im Bremer Ratskeller in dem bis heute die erlesensten Weine ruhen. Schon allein die Tatsache das es den Keller wirklich gibt, machte das Buch nur spannender. Zwar wurden auch Teile des Kellers von der Autorin selbst mit hineingepackt, aber was tut man nicht alles für einen Tatort.
Wie oben zu lesen geht es um Tamara, deren Schwester Malena im Ratskeller eines mysteriösen Todes starb. Da Tamara beruflich Journalistin ist, ergreift sie sofort ihre Neugier. Was sie jedoch zu finden vermag, holt noch viel mehr Geheimnisse ans Tageslicht und zeigt das nicht jeder harmlos aussehende Mensch auch harmlos ist.
Tamara und Malena haben sich zu diesem Zeitpunkt fast 10 Jahre nicht gesehen und selbst heute hat Tamara noch einen Groll gegen ihre Zwillingsschwester, welche sie als Prinzesschen bezeichnet. Im Laufe der Geschichte erfährt wie es dazu kommen konnte und auch was mit ihren Eltern passierte. 
Ich selbst, finde Tamara eigentlich sehr sympatisch. Sie ist offen, hat eine starke Persönlichkeit und weiß genau was sie will. Eben eine Person vor der man Respekt hat, vielleicht aber auch zuviel Respekt, denn nach ihren eigenen Aussagen hat sie keine Freunde und bleibt nirgend länger als sie sein muss. Dies merkt man ihr auch während ihres Aufenhaltes in Bremen an. Kein Wunder bei den Personen die sie um geben. Da wäre zum einen Charlotte, Malena´s Untermieterin, die zwar sehr schusselig scheint , aber den Schalk im Nacken trägt. Marc bei dem man sich die ganze Zeit nicht sicher ist wieso er Tamara hilft und Kommissarin Esther Lessing welche sich trotz geschlossener Akte noch immer für den Fall interessiert. Die weiteren Personen wie Herr Hofmann, welcher Ratskellermeister ist, Herr Weishaupt , der gerne Arbeiten als seine ausgibt und Constanze Hohendyk welche dem Buch einen mystischen Touch gibt, kommen in regelmäßigen Abständen vor und man erfährt sehr viel über sie und ihr Umfeld. Was mich persönlich besonders Ansprach war der Arbeitsplatz von Herrn Hofmann, auch wenn ich von Wein keine Ahnung habe und ihn selbst auch nicht trinke, so entwickelte ich doch eine Art Sympatie für den Weinkeller und Hofmanns Liebe zu dem alten Rosenwein und seinem Fass. Das ein Wein in die tausende gehen kann war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst und auch jetzt kann ich es noch nicht verstehen. Aber Kenner wissen denke was es damit auf sich hat.
Kommen wir zu dem Teil den ich nicht ganz eingeordnet bekomme, da ich mich nicht entscheiden kann ob er in die Geschichte passt oder nicht. Wie schon beschrieben hat das Buch auch einen mystischen Hauch abbekommen in welchen es um Constanze Hohendyk geht welche den Rosewein braucht um angeblich weiter unsterblich zu sein. Ihr denkt jetzt, wie bitte? Genau so geht es mir auch. Am Ende muss aber wohl jeder selber entscheiden ob er diesen Teil mag.
Wo wir beim Thema "Ende" sind,komme ich auch langsam zu meinem. 
Allerdings nicht ohne zu sagen das es im Buch leider öfter Fehler gibt oder ganze Wörter fehlen, welche einen Satz sehr konfus klingen lassen.
Dies ärgerte mich doch da dies das flüssige Lesen, welches durchweg möglich war unterbrach und ich Stellen mehrmals lesen musste.
Ansonsten gefiel mir der Fall ganz gut und machte mich auf den Ratskeller neugierig. Allerdings schreckte mich der Mystik-Teil sehr ab und das es viele Fehler gab, störte vehement. 
Trotzdem ein sehr interessantes Buch.



 
 










[Rezension] Geli Grimm - Der Tag der toten Katze








"Der Tag der toten Katze"

Autor:Geli Grimm
Preis: 9,90 €
Einband: Taschenbuch
Genre: Kurzgeschichten
Seitenanzahl: 148 Seiten
Veröffentlichung: 20.04.2016
Verlag: Leseratten Verlag
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Mit "Der Tag der toten Katze" haben wir ein sehr interessantes Internetprojekt veröffentlicht. Doch lassen wir die Herausgeberin Geli Grimm es mit ihren eigenen Worten erklären:
Am 28. April 2015 schenkte Cornelia Wriedt auf einer

sozialen Internet-Plattform der Autorengruppe von Lea Korte

einen Satz. Sie leitete ihn mit einem rührenden Kommentar
ein:

»Das Leben hat einen komischen Humor. Da beginnt der Tag

recht traurig und gleichzeitig fällt mir ein toller Satz

ein, der der Anfang einer Geschichte werden könnte. Leider
kann ich ihn nicht verwenden und ich möchte ihn daher
verschenken.«

Und so kamen wir zu dem Satz, mit welchem eine jede

Erzählung in dieser Anthologie beginnt:


»Ich hasse es, wenn der Tag damit beginnt,
dass ich eine überfahrene Katze begraben muss.«

Ich nahm Cornelias Geschenk an, ihren Satz verwenden zu
dürfen, und brachte das Projekt »Der Tag der toten Katze«
auf den Weg. Ohne vorherige Bedingungen festgeschrieben zu
haben und ohne den Hauch einer Ahnung von der harten
Realität des Schriftstellerbusiness rief ich interessierte
Autoren auf, sich mit mir an einer Anthologie zu versuchen.


Insgesamt 14 Autorinnen und Autoren haben sich schließlich gefunden, um diesem Satz eine Geschichte anzuhängen und das Ergebnis ist eine Mischung aus Skurrilitäten, Märchen, Krimis, Nachdenkliches, Humorvolles, Fantasy und SF. So makaber der Titel auf den ersten Blick erscheint, so bunt und lebendig ist der Kessel bunter Geschichten geworden, die sich in diesem Buch wiederfinden.


"Ich hasse es wenn der Tag damit beginnt, das ich eine überfahrene Katze begraben muss", so und nicht anders beginnt jede der 14 unterschiedlichen Geschichten, welche von 14 Autoren geschrieben wurden. Wer jetzt denkt das es immer nur um Katzen geht der irrt gewaltig, denn die Geschichten streuen sich in jedes nur denkbare Genre. Egal ob Märchen der Gebrüder Grimm , Ankunft der Aliens oder kaltblütiger Kurzkrimi, dies und vieles mehr ist dabei. 
Über die Geschichten selbst möchte ich nicht all zu viel erzählen da gerade das Nichtwissen das Buch um so interessanter macht. Wer Bücher wie " Senta gibt Gas" von Bettina Messner kennt, der weiß wie vielschichtig Kurzgeschichten sein können. Auch wenn es immer der selbe Anfang ist hatte ich nach jeder Geschichte ein anderes Gefühl und geriet ins nachdenken. Denn natürlich kommen in den Geschichten auch Katzen vor und teilweise erfährt man sogar Dinge aus ihrer Sicht. Gerade ich als Katzenbesitzerin wurde bei einigen Geschichten hellhörig und guckte teils erstaunt meine kleinen Schätze an, welche allerdings nur verdutzt zu zurück guckten oder den Moment nutzten um mir ein Popcorn zu klauen. Einfach unverbesserlich die beiden. Den Hauptteil der Erzählungen füllen allerdings Geschichten in denen es um uns Menschen ging und welche die verschiedensten Gefühlsregungen in mir erzeugten. Hass, Wut,Trauer,Mitleid,Freude usw. alles war da.
Trotzdem bin und bleibe ich ein Freund von ganzen Romanen in denen es eine geschlossene oder weitergeführte Geschichte gibt da ich gerne mehr über die Protagonisten eines Buches erfahre. Zudem stört es mich, mich immer zu fragen, "Was wäre wenn?". Aber dies muss man bei Kurzgeschichten natürlich immer hin nehmen. Ich bin sehr angetan von Buch. Es gab keine Geschichte die mir nicht wirklich gefiel und sogar 2 die ich richtig beeindruckend fand. Ich werde dieses Buch auch meine Schwiegermutter lesen lassen, welche eine richtige Katzennärrin ist und bin gespannt was sie davon hält. Ich fand das Buch auf jeden Fall sehr unterhaltsam und habe genossen es zu lesen.